FAQ
Häufige Fragen
Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Stromspeicher-Arbitrage mit dynamischen Tarifen — kurz, ehrlich und ohne schöngerechnete Zahlen. Die maßgebliche Antwort für deinen Fall liefert immer der Rechner mit echten Preisen.
Tiefer einsteigen kannst du jederzeit über den Ratgeber.
Was macht der Rechner eigentlich — und woher kommen die Preise?
Der Rechner schätzt, wie viel du pro Jahr sparen kannst, indem dein Speicher in günstigen Stunden lädt und in teuren Stunden den Eigenverbrauch deckt. Grundlage sind die echten EPEX-Day-Ahead-Börsenpreise der letzten 12 Monate (stündlich, bezogen über aWATTar). Es sind also tatsächliche Preise, keine ausgedachten Szenarien. Weil das Fenster rollierend ist, schwankt das Ergebnis über die Zeit — die aktuelle Zahl siehst du immer im Rechner.
Wie wird gerechnet — einfach teuerste minus billigste Stunde mal Kapazität?
Nein, genau das tun wir bewusst nicht. Diese naive Faustformel liegt deutlich zu hoch, weil sie die Verluste ignoriert. Wir lösen stattdessen ein lineares Programm über das ganze Jahr: Für jede der rund 8.760 Stunden wird entschieden, ob geladen, entladen oder pausiert wird — so, dass der Jahresgewinn insgesamt maximal ist, unter realen Leistungs- und Wirkungsgrad-Grenzen. Warum eine ehrliche Rechnung am Ende deutlich niedrigere, dafür belastbare Zahlen liefert, zeigt der Ratgeber zu realistischer Heimspeicher-Arbitrage.
Mit welchen Annahmen und Standardwerten rechnet ihr?
Standardmäßig: Round-Trip-Wirkungsgrad 88 % (gleich auf Laden und Entladen verteilt), Verschleiß 3 ct/kWh je durchgesetzter kWh, Aufschlag 20 ct/kWh für Netzentgelte, Umlagen und Marge sowie 19 % MwSt. Der Arbeitspreis je Stunde ist also (Spotpreis + Aufschlag) × 1,19. Leistung standardmäßig 3 kW laden / 3 kW entladen, Kapazität frei wählbar von 2 bis 20 kWh. Alle Werte kannst du im Rechner anpassen.
Warum sind eure Zahlen niedriger als bei anderen Rechnern?
Weil wir die Verluste ehrlich abziehen, statt die maximale Spanne zu zeigen. Strom, den du günstig lädst, kommt wegen des Wirkungsgrads nicht voll wieder heraus, und jeder Lade-Entlade-Zyklus kostet Verschleiß. Ein Stundenpaar wird nur gefahren, wenn der Gewinn nach Abzug von Wirkungsgrad- und Verschleißverlusten noch positiv ist. Unsere Zahlen sind dadurch kleiner, aber belastbar.
Lohnt sich das pauschal — oder muss ich rechnen?
Ehrliche Antwort: pauschal lässt sich das nicht sagen. Es kommt stark auf Kapazität, Ladeleistung und die Preisschwankung im jeweiligen Jahr an. Die Arbitrage ist real, aber kein Selbstläufer, der den Speicher allein finanziert. Statt einer Versprechung schau am besten direkt in den Rechner. Ob es sich für dich rechnet, beleuchtet ausführlich der Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher mit dynamischem Tarif?.
Bezahlt die Arbitrage meinen Speicher?
In aller Regel nicht im Alleingang. Die Arbitrage-Ersparnis ist ein zusätzlicher Baustein, der zum PV-Eigenverbrauch dazukommt — sie deckt die Anschaffung eines Speichers meist nicht für sich allein. Wie groß der Beitrag ausfällt, hängt von Kapazität, Ladeleistung und den Preisschwankungen ab. Eine belastbare Größenordnung für deinen Fall bekommst du im Rechner; die Einordnung dazu liefert der Ratgeber Lohnt sich ein Stromspeicher mit dynamischem Tarif?.
Was ist der Unterschied zwischen Balkonspeicher und Heimspeicher?
Vor allem die Kapazität: Balkonkraftwerk-Speicher liegen meist bei 2–5 kWh, klassische Heimspeicher bei 5–15 kWh. Mehr nutzbare Kapazität und Ladeleistung bedeuten in der Regel mehr Arbitrage-Potenzial — aber auch höhere Anschaffungskosten. Die konkreten Rechnungen findest du für kleine Speicher unter Balkonkraftwerk mit Speicher und für große unter Heimspeicher-Arbitrage.
Brauche ich dafür eine PV-Anlage?
Nein. Die hier berechnete Arbitrage ist reine Netz-Arbitrage: günstig aus dem Netz laden, in teuren Stunden selbst verbrauchen. Das funktioniert auch ohne Solaranlage. Hast du PV, kommt diese Arbitrage zusätzlich zum normalen Eigenverbrauch obendrauf — der Rechner zählt nur den Strom, den du auch selbst verbrauchst, und zählt nichts doppelt.
Lohnt sich Netzladen im Winter?
Kurz: oft ja. Im Winter sind die Tag-Nacht-Unterschiede an der Börse häufig größer, während die PV wenig liefert — dann kann günstiges Nachtladen den teuren Abendverbrauch decken. Ob das in deinem Fall aufgeht, hängt vom konkreten Preisverlauf ab; die ausführliche Rechnung steht im Ratgeber PV-Speicher im Winter nachts laden.
Schadet das ständige Laden und Entladen meinem Akku?
Jeder Zyklus kostet Lebensdauer — das ist real. Genau deshalb ist der Verschleiß mit standardmäßig 3 ct/kWh je durchgesetzter kWh bereits im Ergebnis eingepreist. Der Rechner fährt einen Lade-Entlade-Vorgang nur, wenn der Gewinn diese Kosten übersteigt. Die ausgewiesene Ersparnis ist also schon nach Abzug der Degradationskosten.
Wie verlässlich ist die berechnete Zahl?
Die Zahl beruht auf echten Preisen der letzten 12 Monate — sie ist eine belastbare Größenordnung, aber keine Garantie für die Zukunft. Weil das 12-Monats-Fenster rollierend ist, verändert sich das Ergebnis mit jedem Tag, und kein Jahr ist wie das vorige. Verstehe die Zahl deshalb als realistische Orientierung, nicht als zugesicherten Euro-Betrag. Maßgeblich ist immer der aktuelle Stand im Rechner.
Brauche ich einen dynamischen Tarif und einen besonderen Speicher?
Ja, beides. Du brauchst einen dynamischen Stromtarif, der die stündlichen Börsenpreise an dich weitergibt, und einen Speicher, der sich nach Preissignal aus dem Netz laden lässt — nicht jeder kann das. Ohne diese beiden Bausteine gibt es keine Arbitrage-Ersparnis, weil dann immer derselbe Preis gilt.
Ist das eine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung?
Nein. Spotimizer ist ein kostenloser Rechner zur groben Orientierung und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Ob und wie sich ein Speicher steuerlich oder rechtlich für dich auswirkt, klärst du bitte mit fachkundiger Beratung.
Noch offen? Rechne deinen Fall durch → oder schreib an info@spotimizer.app.